#18 SUP - Träning på vattnet

#18 SUP - Training auf dem Wasser

Training auf dem Wasser – Stand-Up-Paddling als Trainingsform

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Hindernisse und Vorteile des Trainings auf dem Wasser

Beim Stand -Up-Paddling (SUP) ist man unweigerlich im oder auf dem Wasser. Die Gefühle gegenüber Wasser sind oft geteilt: Manche lieben es, andere finden es unangenehm. Das gilt auch fürs SUP, aber warum stellt Wasser beim SUP ein Hindernis dar? Wasser ist, genau wie große Höhen, eine potenziell gefährliche Umgebung für uns Menschen. Das birgt Risiken. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass wir in solchen Umgebungen aufmerksamer sind, uns besser konzentrieren und achtsamer werden. Wenn wir eine Aktivität auf oder am Wasser ausüben, ist der Trainingseffekt deutlich größer, da wir mehr Muskeln aktivieren, um uns auf mögliche Gefahren vorzubereiten.

Erhöhter Effekt des Trainings auf das Wasser

Der Trainingseffekt auf dem Wasser ist dem an Land vor allem deshalb überlegen, weil wir uns auf dem Wasser, einem gefährlicheren Element, schärfen. Die Wasserumgebung schärft unseren Verstand und bereitet uns besser auf mögliche Situationen vor. Wenn wir dann auch noch unser Gleichgewicht auf dem Wasser herausfordern, bleibt keine Muskelgruppe im Körper unberührt, denn das ist das Schlimmste, was sich unser Gehirn im ersten Moment vorstellen kann. Deshalb ist Stand-Up-Paddling so fantastisch: Es fordert uns auf eine Weise heraus, die wir sonst nur selten erleben. Als mir das klar wurde, erwies es sich als perfektes Werkzeug zur Verhaltensanalyse.

Verhaltensanalyse von Wassergymnastik

Analysiert man jemanden, der zum ersten Mal auf einem Stand-Up-Paddle-Board steht, sieht man, welche Schutzreflexe aktiviert werden und warum. Wenn wir uns dieser Erfahrung dann aussetzen und allmählich spüren, wie wir immer mehr Kontrolle darüber gewinnen, dann wachsen wir als Menschen. Dann findet eine persönliche Entwicklung statt, die uns auch dann noch begleitet, wenn wir vom Board steigen und uns anderen Aktivitäten an Land widmen.

Ist Stand-Up-Paddling schonender als Training an Land?

Beim Stand-Up-Paddling (SUP) entstehen keine ruckartigen Belastungen. Das Wasser wird so geformt, dass die Bewegung stets gleichmäßig ist. Das Board selbst gibt dem Wasser nach, wodurch eine Überlastung des Körpers nahezu unmöglich wird. Schutzreflexe sind instinktive Verhaltensweisen, die den Körper in verschiedenen Situationen schützen; sie werden durch die jeweilige Situation ausgelöst und sind nicht von uns beeinflussbar. Mit SUP entdecken wir viele Möglichkeiten, unsere Leistungsfähigkeit, Beweglichkeit und Gelenkstabilität zu verbessern, da es so direkt ist. Im Vergleich zu beispielsweise Laufen, das gezielt bestimmte Körperpartien beansprucht, wirkt sich SUP jedoch äußerst schonend auf den gesamten Körper aus. Selbst bei Übergewicht ist SUP-Paddling minimal belastend. Es ist beispielsweise weniger anstrengend als Gehen. Es ist eine gute und körperschonende Trainingsform.

Training mit niedriger oder hoher Intensität?

Das Tolle am Stand-Up-Paddling (SUP) ist, dass es sowohl mit niedriger als auch mit hoher Intensität betrieben werden kann. Wir nutzen SUP zum Beispiel als Krafttraining, indem wir die Paddelschläge in verschiedenen Schritten isolieren, längere Strecken mit niedriger Intensität paddeln oder Intervalle zwischen Bojen einbauen. Wenn man eine neue Sportart erlernt, erweitert sich das Trainingsspektrum, was sich positiv auswirkt. Man braucht also nicht unbedingt SUP, obwohl es meiner Meinung nach eine gute Ergänzung für jeden sein kann. Und es macht außerdem unglaublich viel Spaß. Nach dem SUP fühlt man sich immer stärker, energiegeladener und einfach rundum wohler. Andere Trainingsformen fühlen sich danach oft schlechter an. Man ist müde, steif und so weiter. SUP hingegen lässt sich schnell, einfach und effektiv durchführen. Es ist ein sehr ausgewogenes Training, das dem Rücken und dem ganzen Körper guttut.

Überwindung von Beschwerden durch Wassergymnastik

Einer der größten positiven Effekte des Trainings auf dem Wasser ist das Üben, Unbehagen zu überwinden. Es liegt in unserer Natur, uns vor potenziell gefährlichen Dingen zu fürchten. Der Mensch verfügt nicht über ein System für unterschiedliche Situationen oder Umgebungen, sondern aktiviert in vielen verschiedenen Situationen ein und dasselbe System. Das bedeutet: Wenn wir lernen, mit einer neuen, ungewohnten Umgebung umzugehen, übertragen wir diese Erfahrung auf andere Umgebungen. Wer beispielsweise an das Surfen in verschiedenen Kontexten gewöhnt ist, gewöhnt sich auch an ähnliche Umgebungen und Bedingungen. Doch die entscheidende Frage ist: Welchen Wert hat es, dieses Unbehagen tatsächlich zu überwinden? Was gewinnen wir also, außer unsere Paddeltechnik zu verbessern? Bei genauerer Betrachtung wird schnell deutlich, dass wir, wenn wir lernen, mit diesem Unbehagen umzugehen, es auch auf eine ganz andere Weise erleben – und es wird immer fesselnder. Zur menschlichen Entwicklung gehört es, ständig Neues zu lernen, und Neues zu lernen bedeutet beispielsweise, sich mit neuen Umgebungen und Situationen auseinanderzusetzen. Körperliche Angst zu überwinden ist genauso wichtig wie mentale Angst zu überwinden. Wer sich also traut, aufs Wasser hinauszufahren und SUP zu paddeln, wird sich bald auch trauen, vor anderen Menschen zu sprechen.

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