"SUPerior insights" - Del två

„Hervorragende Einblicke“ – Teil zwei

Okay, warum sehe ich Stand-Up-Paddling als eine der funktionalsten Aktivitäten an, denen wir nachgehen können? 

Es geht hauptsächlich darum, wie wir durch eine Aktivität – bewusst und unbewusst – herausgefordert werden. Stand-Up-Paddling (SUP) stellt uns, wie wir sehen können, vor eine Herausforderung, die nur wenige andere Aktivitäten bieten. Der Vorteil dieser Aktivität liegt darin, dass sie im Grunde risikofrei und als Trainingsform unglaublich effektiv ist. Fangen wir von vorne an – 

Die Erklärung basiert teilweise auf den Ergebnissen der ersten SUP-Studien, die ich um 2012 durchgeführt habe. Zunächst konnten wir feststellen, dass Sit-up-Paddling und Stand-up-Paddling zwei völlig unterschiedliche Aktivitäten sind. Die einzige Gemeinsamkeit besteht darin, dass wir ein Boot mithilfe eines Paddels auf dem Wasser fortbewegen müssen. Der Unterschied liegt in der Art und Weise, wie wir unseren Körper einsetzen und wie er dadurch beeinflusst wird. 

Um besser zu verstehen, was Stand-Up-Paddling (SUP) erfordert, haben wir uns andere Aktivitäten mit ähnlichen Bewegungen und Kräften angesehen. Dazu gehörten neben anderen Paddelarten mit Stechpaddeln auch Rudern, Kajakfahren und Liegepaddeln. All diese Aktivitäten erfordern jedoch eine sitzende, kniende oder liegende Position, was die Bewegungsfreiheit und die Kraftentwicklung einschränkt. 

Das Problem ist, dass wir nicht primär für Bewegungen in diesen Positionen geschaffen sind. Die Funktion unserer großen Muskelgruppen und der Aufbau unseres Körpers basieren darauf, dass wir uns mithilfe unserer Beine aufrecht fortbewegen. Die Frage war also, ob es eine geeignetere Aktivität für unsere Untersuchungen gäbe. Relativ schnell wurde uns klar, dass die Aktivität, die genauer untersucht werden sollte, natürlich Langlauf war! Wahrscheinlich die logischste für Skandinavier. 

Passenderweise hatte ich zuvor auch schon mit Skifahrern gearbeitet, sodass der Schritt nicht allzu groß war. Der Vorteil des Langlaufs lag insbesondere darin, dass es bereits zahlreiche Forschungsarbeiten und Studien gab, die dabei hilfreich waren. Hier seien unter anderem mehrere Veröffentlichungen des schwedischen Professors H. C. Holmberg erwähnt. 

Verstärkt wurde dies später durch die Arbeit eines weiteren schwedischen Professors, Johnny Nilsson, und seine Studien zur Entwicklung der neuen Doppelstapeltechnik im Langlauf. Johnny hatte auch Erfahrung in der Entwicklung des Kajaksports und wurde zu einer der Schlüsselfiguren dieses Projekts. 

Mit Professor Nilssons Hilfe konnten wir nun auch Elektromyographie (EMG) einsetzen, um zu analysieren, welche Muskeln wir normalerweise beim Stand-Up-Paddling (SUP) verwenden und welche Auswirkungen es hat, wenn wir stattdessen andere, besser geeignete Muskeln einsetzen. Die Studie führte dazu, dass Johnny selbst mit dem SUP-Paddeln begann und ich eine Zeit lang mit einem extrem langen und steifen Paddel – 232 cm? – herumpaddelte. 

Der Grund für dieses Paddel lag darin, dass man beim Skifahren die Vorteile längerer Stöcke erkannt hatte, da man so die Bauchmuskulatur besser aktivieren konnte. Genauso konnte ich nun lernen, meine Bauchmuskulatur beim Einsetzen des Paddels direkt anzuspannen. Dass diese Paddellänge für das allgemeine SUP-Paddeln nicht besonders funktional war, bedarf wohl keiner weiteren Erklärung. 

Die Verbindung zwischen Stand-Up-Paddling (SUP) und Skilanglauf zeigt unter anderem, dass wir größtenteils dieselben Muskelgruppen, dieselben Muskelaktivierungsmuster und dieselben Bewegungsfrequenzen nutzen. Bei der Weiterentwicklung der Wettkampftechnik im SUP, die wir „Nordischer Paddelschlag“ nennen und bei der wir mit einem tieferen Schwerpunkt arbeiten, stellten wir fest, dass dies auch mit dem alpinen Skifahren korreliert. 

Was wir außerdem aus den EMG-Messungen und dem Langlauf, insbesondere der neuen Doppelpfosten-Technologie, herausfanden, war, dass die absolut effizienteste und ergonomischste Art, ein SUP-Board anzutreiben, die Nutzung der Schwerkraft und unseres Körpergewichts ist... 

Wie wir dies nutzen können, um ein SUP-Board anzutreiben, ist der Kern der Paddeltechnik – des „Nordischen Schlags“. Die Weiterentwicklung dieser Technik und die Gestaltung von Ausrüstung, die optimal für funktionales und gesundheitsförderndes SUP-Paddeln geeignet ist, sind meine und die Leidenschaft meiner Kollegen und unser ständiges Bestreben hier bei Kona Sports. 

Mehr dazu und warum SUP-Training auch für andere Sportarten so vorteilhaft ist, erfahren Sie in „SUPerior Insights“ – Teil drei. 

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